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Zum ersten Mal

Netflix und Quentin Tarantino arbeiten zusammen! Kultfilm erhält Fortsetzung

Quentin Tarantino bei einem Event
Netflix und Quentin Tarantino arbeiten zusammen Foto: Daniele Venturelli/WireImage - Getty Images
Woon-Mo Sung
Redakteur

3. April 2025, 8:37 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Netflix und Quentin Tarantino machen gemeinsame Sache. Es wird das erste Mal sein, dass der Star-Regisseur eine neue Geschichte exklusiv zu einem Streaming-Dienst bringt.

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Man muss nicht einmal ein ausgewiesener Film- und Kinoliebhaber sein, um den Namen Quentin Tarantino zu kennen. Der Regisseur hat seit seinem offiziellen Debütfilm „Reservoir Dogs“ von 1992 lediglich zehnmal ein eigenes Werk in Szene gesetzt, dazu kommen noch vereinzelte Gastspiele bei anderen TV- und Filmprojekten. Mit schwarzhumorigen wie blutigen Klassikern wie „Pulp Fiction“ oder „Kill Bill“ avancierte er zu einem der einflussreichsten Filmemacher der Gegenwart, dessen neue Projekte stets lange im Voraus für allerlei Vorfreude und Spekulationen sorgen. Seine Fans dürfen jetzt besonders gespannt sein, denn Netflix und Quentin Tarantino kommen jetzt für ein neues Projekt zusammen.

Projekt von Netflix und Quentin Tarantino überrascht

Tarantino hat nicht nur großartige Filme fürs Kino gedreht, sondern gilt eigentlich auch als einer der letzten großen Verfechter des Mediums in seiner ursprünglichen Form und des Kinos als Abspielstätte. Wie auch Christopher Nolan („Oppenheimer“) filmte er bereits auf 70 mm und sorgte dafür, dass Lichtspielhäuser weltweit in diesem Format die entsprechenden Titel projizieren. Auch kaufte er vor einigen Jahren ein Kino.

Dass ausgerechnet Netflix mit Quentin Tarantino zusammen ein neues Projekt angeht, dürfte vor diesem Hintergrund überraschen. Denn dies wird das erste Mal sein, dass Tarantino einen neuen Stoff exklusiv für einen Streaming-Dienst beisteuert. Zudem wird es sich um eine Fortsetzung handeln, derer es in seiner Filmographie bis auf „Kill Bill Vol. 2“ auch keine gibt.

„Once Upon a Time in Hollywood”-Sequel mit Brad Pitt

Bei dem besagten Projekt handelt es sich um ein Sequel zu „Once Upon a Time in Hollywood” von 2019, wie „Variety“ berichtet. In dem Werk standen Leonardo DiCaprio, Brad Pitt und Margot Robbie in den Hauptrollen vor der Kamera. Bis heute ist er der zweiterfolgreichste Film Tarantinos mit einem weltweiten Einspielergebnis von etwa 377 Millionen US-Dollar. Dazu gab es zwei Oscars, einer davon ging an Pitt als Bester Nebendarsteller.

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Der Superstar soll für die Fortsetzung als Stuntman Cliff Booth zurückkehren. Viele inhaltliche Details sind aber nicht bekannt. Da der Vorgänger Ende der 60er-Jahre spielte, kann man zumindest darauf spekulieren, dass der zweite Teil zeitlich ebenfalls in den 60ern oder den 70ern angesiedelt sein könnte. Einen konkreten Titel gibt es derweil bislang nicht.

David Fincher führt Regie

Wie es weiter heißt, hatte der Filmemacher einst für „Once Upon a Time in Hollywood” ausgehandelt, nach einigen Jahren die Rechte an dem Film von Sonys Filmstudio zurückzubekommen. Das dürfte auch erklären, warum Netflix und Quentin Tarantino überhaupt für ein Sequel zusammenarbeiten können.

Für Fans gibt es allerdings einen kleinen Wermutstropfen zu verkraften: Tarantino wird nach aktuellem Stand nicht selbst auf dem Regiestuhl Platz nehmen, sondern „nur“ das Drehbuch schreiben. Mehr als würdigen Ersatz wird es dennoch geben, denn niemand Geringeres als David Fincher soll den Job übernehmen. Fincher selbst ist einer der bekanntesten und besten seines Fachs und wurde bereits mehrmals für Oscars nominiert. Filme wie „The Social Network“, „Sieben“ oder „Fight Club“ stehen dem Schaffen von Tarantino in nichts nach.

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Kommt der Film ins Kino oder direkt nur als Stream?

Die beiden Letztgenannten drehte Fincher außerdem mit Pitt; dazu kommt noch „Der seltsame Fall des Benjamin Button“. Das neue Projekt wird also ein kreatives Wiedersehen für beide sein. Zudem unterhält Fincher einen Exklusivvertrag mit Netflix – ein Umstand, der die Teilnahmen von Streamer und Regisseur begünstigt haben dürfte. Wann der Film herauskommt, ist aber noch völlig unklar.

Dass er aber zunächst einmal ins Kino kommen wird, davon darf man ausgehen. Schon lange bringt Netflix prestigeträchtige Filme auf die große Leinwand, um sich vor allem für große Preise qualifizieren zu können. Auch ist es vorstellbar, dass eine Kinoauswertung eine Bedingung Tarantinos und Finchers gewesen sein dürfte, das Vorhaben überhaupt anzustoßen.

Unter anderem lief auch „The Irishman“ von Martin Scorsese im Kino, weil es der Regisseur so wollte. Und auch Finchers jüngste Filme für Netflix feierten ihre Premieren im Filmtheater und nicht als Stream. Wann Tarantino seinen nächsten – und eigenen Angaben nach letzten – Film selbst drehen wird, bleibt indes noch ungewiss.

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