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Postbank startet kostenloses Girokonto – allerdings mit Bedingungen

Die Postbank hat ein neues Konto namens „Giro pur“ gestartet
Die Postbank hat ein neues Konto namens „Giro pur“ gestartet Foto: Getty Images
Rita Deutschbein, Redaktionsleiterin TECHBOOK
Redaktionsleiterin

24. Februar 2025, 17:14 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Die Postbank startet mit „Giro pur“ ein neues, kostenloses Girokonto, das ausschließlich online geführt werden kann. Mit dem Angebot möchte die Bank ihren digitalen Banking-Service ausbauen und mit Direktbanken wie der DKB und ING konkurrieren.

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Die Deutsche-Bank-Tochter Postbank bietet mit „Giro pur“ ab sofort ein kostenloses Girokonto an, das ausschließlich online genutzt werden kann. Angekündigt hatte die Bank diesen Schritt bereits Ende 2024. Um das kostenlose Konto nutzen zu können, müssen Kunden allerdings einen gewissen monatlichen Geldeingang verzeichnen. Neben dieser Bedingung bringt das Konto neue Funktionen wie die „Pockets“ – digitale Unterkonten mit eigener IBAN. „Giro pur“ der Postbank kommt in einer Zeit, in der sich andere Banken aus dem Gratis-Segment zurückziehen.

Konditionen des „Giro pur“ im Überblick

Laut Dominik Hennen, Leiter des Privatkundengeschäfts bei der Deutschen Bank und der Postbank, ist das kostenlose Girokonto ein wichtiger Bestandteil der digitalen Transformation des Unternehmens. „Wir bie­ten un­se­ren Kun­den zu at­trak­ti­ven Kon­di­tio­nen ein mo­der­nes und kom­for­ta­bles Ban­king-Er­leb­nis, das sich naht­los in ih­ren di­gi­ta­len All­tag in­te­griert. Ge­ra­de jün­ge­re Kun­den wol­len wir so für uns ge­win­nen.“

Der Fokus liege darauf, einfache Serviceleistungen aus den Filialen herauszulösen und online bereitzustellen, sodass die persönliche Beratung in den Filialen gezielter genutzt werden kann. „Giro pur“ wurde in diesem Zuge speziell für Kunden konzipiert, die ihre Bankgeschäfte überwiegend digital erledigen. Das Konto kann nur online beantragt, verwaltet und genutzt werden. Es ist kostenlos, sofern monatlich mindestens 900 Euro auf dem Konto eingehen. Wird dieser Betrag nicht erreicht, fällt eine Kontoführungsgebühr von 5,90 Euro pro Monat an.

Ein besonderes Merkmal des Kontos sind die sogenannten „Pockets“. Diese digitalen Unterkonten ermöglichen es den Nutzern, ihr Geld strukturierter zu verwalten. Jedes dieser Pockets (dt. Taschen) verfügt über eine eigene IBAN und lässt sich dadurch beispielsweise für Mietzahlungen oder Sparzwecke nutzen.

Lesen Sie auch: Immer mehr Banken schließen Filialen! Wie kommt man noch an Bargeld? 

Postbank passt weitere Kontomodelle an

Die bereits bekannten Kontomodelle „Postbank Giro plus“ und „Postbank Giro extra plus“ bieten diese Funktionen ebenfalls. Zusätzlich stehen Kunden hier rund 70 verschiedene Serviceleistungen zur Verfügung, darunter die Adressänderung, die Einrichtung von Freistellungsaufträgen oder zeitlich unbegrenzt abrufbare elektronische Kontoauszüge. Trotz der starken Digitalisierung bleibt die Möglichkeit bestehen, zahlreiche Services in den Filialen der Postbank in Anspruch zu nehmen.

Das Modell „Giro plus“ kostet weiterhin 5,90 Euro im Monat, sofern ein monatlicher Geldeingang von mindestens 1000 Euro erfolgt. Andernfalls erhöht sich die Gebühr auf 6,90 Euro pro Monat. Wer einen Geldeingang von monatlich mindestens 3000 Euro verzeichnet, kann das „Giro extra plus“ kostenfrei nutzen. Liegt der Geldeingang jedoch darunter, berechnet die Postbank 11,90 Euro pro Monat.

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Postbank mit „Giro pur“ in Konkurrenz zu DKB und ING

Mit dem neuen Angebot positioniert sich die Postbank stärker gegenüber Direktbanken wie ING und DKB sowie Neobanken wie N26. Diese Anbieter setzen seit Jahren auf rein digitale Girokonten und haben dadurch viele Kunden gewonnen. Die Postbank möchte nun ebenfalls vermehrt digital-affine Kunden ansprechen, ohne jedoch ihr Filialnetz komplett aufzugeben.

Laut Unternehmensangaben wird das Filialnetz bis 2026 zwar von derzeit 550 auf 320 Standorte reduziert, doch bleibt der Service in den bestehenden Filialen erhalten. Im Unterschied zu vielen reinen Online-Banken bleibt die Postbank somit auch für Kunden erreichbar, die eine persönliche Beratung benötigen.

Themen Online-Banking Smart Finance
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