21. Februar 2019, 16:00 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Samsung hat am Mittwochabend in San Francisco nicht nur drei neue Galaxy-S10-Modelle vorgestellt, sondern auch seine Antwort auf Apples AirPods präsentiert.
Samsungs neues Top-Smartphone, das Galaxy S10, wird am 8. März in drei unterschiedlichen Varianten auf den Markt kommen. Neben dem Handy selbst kündigten die Südkoreaner für den 18. März die sogenannten Samsung Galaxy Buds an. Können es die kabellosen Bluetooth In-Ears mit Apples AirPods aufnehmen?
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Die nackten Zahlen sprechen für Samsung
Samsung stattet seine Galaxy Buds mit allerlei Funktionen aus, die sich sehen lassen können. Im Vergleich zu den AirPods von Apple fällt beispielsweise die Akkulaufzeit der Kopfhörer besser aus. Laut Samsung soll eine Ladung für eine Gesprächszeit von fünf Stunden oder sechs Stunden Musikwiedergabe ausreichen. Die AirPods schaffen hingegen nur rund zwei Stunden Gesprächsdauer oder fünf Sunden Musikwiedergabe. Zusätzliche Ladung bietet in beiden Fällen das Case der Kopfhörer. Bei Samsung enthält es einen 252-mAh-Akku. Wer die Galaxy Buds mit einem neuen Galaxy S10 nutzt, kommt aber noch in den Genuss einer weiteren Ladeform. Das Smartphone selbst kann als Qi-Ladestation verwendet werden. Mit 5W zieht sich das Case dann Energie von der Rückseite des Smartphones.
Ausgestattet sind die kleinen Kopfhörer, die in den Farben schwarz, weiß und gelb auf den Markt kommen, im Gegensatz zu den AirPods mit dem neuen Bluetooth-Standard, Bluetooth 5. Dadurch dürften sie die Verbindung auch bei weiteren Entfernungen vom Smartphone aufrechterhalten können.
Auch beim Preis überflügeln die Galaxy Buds Apples AirPods im positiven Sinne. In Deutschland werden die Buds 149 Euro kosten und sind damit 30 Euro billiger als die AirPods auf Apple.de. Als zusätzliches Schmankerl gibt es Samsungs Alternative derzeit bei Vorbestellung eines Galaxy S10 gratis dazu.
Tragekomfort und Sound entscheidend
Akkuleistung und Preis sind schön und gut aber am Ende wird es vor allem auf den Tragekomfort und den Sound ankommen. Letzteres lässt sich erst sicher sagen, wenn die Galaxy Buds zum Test bereitstehen. Die Technik stammt von den Sound-Spezialisten von Harman, die Samsung im Jahr 2017 für acht Milliarden Dollar kaufte und verspricht damit ein gutes Ergebnis. Ausgestattet sind die Buds außerdem mit zwei Mikrophonen zur Sprachaufnahme.
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Beim Tragekomfort unterscheiden sich die Galaxy Buds und die AirPods grundlegend. Während Apples Modell wie normale Kopfhörer in der Ohrmuschel liegen, handelt es sich bei Samsungs Produkt um In-Ears, die den Gehörgang verschließen. Dadurch gelangen kaum externe Geräusche ins Ohr, die den Sound beeinflussen. Auf der anderen Seite mögen viele Nutzer schlichtweg keine In-Ears und empfinden das Tragen als störend.
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Viele Gemeinsamkeiten mit den AirPods
Die Funktionsweise der Galaxy Buds entspricht im Grunde genommen der von Apples AirPods. Das zeigt sich auch bei der Bedienung. Diese funktioniert ebenfalls über Tippen auf bestimmte Punkte der Kopfhörer. Auch die Kommunikation mit dem Smartphone klappt ähnlich. Über Bixby lassen sich Anrufe tätigen, der Akkustand checken, Musik abspielen und Nachrichten schicken. Es ist ebenfalls möglich nur über ein Ohr zu hören. Einzig optisch kommen die die runden Bällchen komplett anders daher als die „Zahnbürstenköpfe“ von Apple.
TECHBOOK meint
„Die Samsung Galaxy Buds sind nur indirekt ein Konkurrent für Apples AirPods. iPhone-Nutzer werden höchstwahrscheinlich, schon aufgrund der optimalen Integration auf Apples Smartphone, zu den AirPods greifen. Vor allem Besitzer von Android-Geräten haben aber eine echte Alternative mehr. Wer sowieso mit dem Kauf eines Galaxy S10 liebäugelt, sollte auf jeden Fall bis zum 7. März vorbestellen und sich die Buds gratis dazu sichern. Ansonsten ist der Preis von 149 Euro ziemlich knackig und setzt sich nicht wirklich von den AirPods ab. Letztere haben mittlerweile knapp zweieinhalb Jahre auf dem Buckel und Apple wird wohl noch dieses Jahr einen Nachfolger auf den Markt bringen. Mit diesem müssen sich die Galaxy Buds dann final messen.“– Andreas Filbig, Redakteur