
6. Juni 2024, 18:30 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Wie lange ein technisches Gerät tatsächlich effektiv genutzt werden kann, hängt zu einem nicht geringen Teil daran, wie lange es mit Updates versorgt wird. Nun hat Apple erstmals genauere Einblicke in seine Update-Politik gegeben.
Apple ist dafür bekannt, seine Geräte – allen voran das iPhone – lange mit Updates zu versorgen. Deshalb haben die Produkte des Unternehmens den Ruf, eine überdurchschnittlich lange Lebenszeit zu haben. Nun hat Apple allerdings erstmals genauere Einblicke gegeben, wie lange iPhone-Nutzer auf eine Update-Garantie setzen können. TECHBOOK erklärt das teilweise überraschende Ergebnis.
Google und Samsug vor Apple bei Update-Garantie
Konkret geht es in den Angaben um das iPhone 15 Pro Max. Das Gerät wurde im September 2023 vorgestellt und gehört damit zu den jüngsten iPhones auf dem Markt. Dass Apple die Update-Daten überhaupt offenlegt, liegt an der in Großbritannien seit dem 29. April 2024 gültigen Product Security and Telecommunications Infrastructure-Regulierung (PSTI).
Diese fordert von Herstellern unter anderem, dass sie konkrete Zeiträume für Sicherheitsupdates nennen. Dabei geht es konkret um Unternehmen, deren Geräte mit dem Internet verbunden sind, da gerade diese besonders auf Sicherheitsupdates angewiesen sind.
Bei Samsung und Google ist bereits bekannt, dass sie ihren Kunden eine Update-Garantie von sieben Jahren geben. Nachdem Apple in diesem Bereich lange führend war, hat die Konkurrenz in den vergangenen Jahren bereits spürbar aufgeholt. Das lässt sich nun auch offiziell belegen. Laut dem Dokument sieht Apple hingegen nur einen Zeitraum von fünf Jahren für Updates auf das iPhone 15 Pro Max vor. Das dürfte viele überraschen, liegt das Unternehmen so doch hinter der namhaften Konkurrenz.

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Update ist nicht gleich Update
Wohlgemerkt ist in dem Dokument von „mindestens“ fünf Jahren die Rede. Die Erfahrung zeigt, dass Apple-Nutzer oft weitaus länger mit Updates versorgt werden. Dennoch ist das weniger, als viele aufgrund des Rufs von Apple vermutet haben.
Der PSTI spricht auch nur von Sicherheitsupdates, nicht von Updates für das Betriebssystem. Auch hier gibt etwa Google für sein System Android eine Garantie von sieben Jahren – zumindest im Flaggschiffbereich. Wie es Apple damit offiziell handhabt, ist nicht bekannt. Allerdings profitieren hier auch Geräte abseits des Flaggschiffbereichs zumindest bisher von ähnlich langen Update-Zeiten.
Diesbezüglich muss man festhalten, dass aufgrund neuer Funktionen ältere Geräte teilweise ohnehin nicht von OS-Updates profitieren. Das liegt daran, dass die Hardware neue Funktionalitäten teilweise gar nicht abbilden kann.