10. Mai 2024, 7:49 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Gerade, wenn man in der warmen Jahreszeit länger unterwegs ist, kann es passieren: der Akku von Smartphone, Kopfhörer oder Smartwatch macht schlapp. Mit einer Powerbank ist das Laden unterwegs kein Problem. Allerdings gibt es einige Dinge, die man beim Kauf einer Powerbank beachten sollte.
Die Zeiten, in denen man mit einer Handy-Akkuladung locker mehrere Tage durchkam, sind längst vorbei. Kein Wunder: Beschränkte sich die Mobiltelefonnutzung damals größtenteils aufs Telefonieren, SMS schreiben und „Snake“ spielen, sind Smartphones heute mit hochauflösenden Bildschirmen, Kameras und Internetzugang ein integraler, aber auch stromfressender Teil unseres Alltags. Ähnliches gilt für Bluetooth-Kopfhörer, Smartwatches, Fitnesstracker oder portable Lautsprecher. Sollen Smartphone und Co. trotz intensiver Nutzung den ganzen Tag durchhalten, braucht es mitunter Hilfsmittel: Powerbanks.
Die kleinen Stromquellen für die Taschen können im Alltag, aber auch auf Reisen, echte Retter sein. Größe, Preis und Leistungsfähigkeit variieren dabei stark. Daher sollte der Kauf nicht überstürzt werden und auf die eigenen Bedürfnisse sowie technischen Anforderungen abgestimmt sein. TECHBOOK gibt den Überblick, was Sie beim Kauf einer Powerbank beachten sollten. Und übrigens: Wenn Sie diese Fehler vermeiden, hält die Powerbank länger.
Übersicht
Kapazität der Powerbank
Die Kapazität gibt – zumindest theoretisch – Aufschluss darüber, wie oft man ein Smartphone mit einer voll aufgeladenen Powerbank laden könnte. Moderne Smartphone-Akkus haben typischerweise eine Kapazität von bis zu 5000 mAh. Eine Powerbank mit 5000 mAh liefert daher eine einmalige Smartphone-Ladung. In der Praxis kann die angegebene Kapazität allerdings von der tatsächlich gelieferten Kapazität abweichen. Bei besonders günstigen Modellen weicht der Praxistest oft stärker, manchmal bis zu einem Drittel, nach unten ab.
Typischerweise bewegt sich die Kapazität von modernen Powerbanks zwischen 10.000, 20.000 oder mehr als 20.000 Milliamperestunden. Je nachdem, welche Geräte man wie häufig laden möchte, benötigt man mehr oder weniger Kapazität. Allerdings fällt eine Powerbank mit großer Kapazität meist auch größer, schwerer und teurer aus. Wer also mehrere Tage ohne Steckdose auskommen möchte, ist mit einer großen Kapazität besser beraten als jemand, der nur im Alltag seine Bluetooth-Kopfhörer laden möchte.
Ladegeschwindigkeit
Wie schnell die Powerbank andere Geräte wieder aufladen kann, hängt von der Ladeleistung ab. Typischerweise bewegen sich Powerbanks zwischen 22,5 und 140 Watt. Wer auch ein Notebook laden möchte, sollte mindestens 50 Watt zur Verfügung haben. Smartphones und die meisten anderen Geräte benötigen 25 bis 45 Watt. Übrigens: Wer eine deutlich leistungsstärkere Powerbank anschließt, kann sein Smartphone dadurch zwar nicht schneller laden, richtet aber auch keinen Schaden an.
Die meisten Powerbanks besitzen in der ein oder anderen Form eine Anzeige, die Nutzer über den Ladestand informiert – nicht dass im entscheidenden Moment auch der Ersatz-Akku leer ist. Außerordentlich praktisch ist auch das Feature, bei dem eine Powerbank gleichzeitig sich selbst und angeschlossene Geräte auflädt. Nutzt man währenddessen das angeschlossene Smartphone, verlangsamt das den Ladevorgang.
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Größe, Gewicht und Sonnenenergie
Die Abmessungen eines mobilen Akkus hängen eng mit der Kapazität zusammen: Je größer die Powerbank, desto größer ist im Regelfall auch die Kapazität. Jedoch sollte man sich vorher gut überlegen, ob man wirklich die größtmögliche Variante braucht. Größere Powerbanks sind nämlich nicht nur sperriger, schwerer und damit schwieriger zu verstauen, sie kosten auch mehr. Soll die Powerbank jedoch nur als Reserve im Alltag dienen oder als Notfall-Akku während einer Wanderung herhalten, bietet sich eine möglichst leichte Ausstattung an.
Für richtige Outdoor-Abenteurer gibt es auch besonders robuste Modelle. Wer ganz autark sein möchte – etwa beim Campen oder in einem Notfall – kann auf eine Powerbank zurückgreifen, die über Solarpanels aufgeladen wird. Damit ist man selbst bei dem Ersatz-Akku nicht auf Strom aus der Steckdose angewiesen. Allerdings erhöht dieses Feature das Gewicht erheblich und bei vielen Modellen ist die Eigenladezeit der Powerbank über Solar noch sehr lang.
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Anschlüsse und Kabelsalat
Die meisten Powerbanks verfügen über mehrere Anschlüsse: USB-A und USB-C. Möchte man – etwa auf Reisen – mehrere Geräte gleichzeitig laden, sollte man ein Modell mit entsprechend vielen Anschlüssen wählen.Besonders bei älteren Apple-Geräten sollte man außerdem beachten, dass gegebenenfalls ein Lightning-auf-USB-Kabel benötigt wird.
Während der USB-C-Anschluss schon jetzt der leistungsfähigere Anschluss ist, soll in Zukunft der Kabelsalat durch EU-Recht reduziert werden. Ab Ende 2024 gilt der USB-C-Anschluss als gesetzlicher Standard für Geräte wie Smartphones, Kopfhörer, Tablets, Handheld-Konsolen, E-Reader und Digitalkameras. Auch für Zubehör wie Tastaturen, Mäuse, Navigationsgeräte und tragbare Lautsprecher benötigt man dann nicht länger ein zusätzliches Kabel.
Das drahtlose Laden ist ein Standard, der von immer mehr Geräten unterstützt und dementsprechend auch zunehmend von Powerbanks angeboten wird. Diese Ladetechnik verspricht mehr Komfort, da man das Smartphone nur noch auf die Powerbank legen muss, ohne ein Kabel mitzuschleppen. Allerdings liegt hierin auch der etwaige Nachteil: Ist das Smartphone nicht perfekt platziert, kann das den Ladevorgang verlangsamen. Doch selbst in der optimalen Position gehen beim kabellosen Laden mindestens 10 Prozent der Energie verloren. Außerdem bedeutet dieses Feature meist einen höheren Preis.
Insgesamt gilt es, beim Kauf einer Powerbank immer zuerst auf die eigenen Bedürfnisse zu schauen. Wie so oft im technischen Bereich gilt: Wer billig kauft, kauft oft zweimal. Allerdings muss es, je nach Einsatzfeld, auch nicht immer die leistungsfähigste Powerbank sein.