
26. März 2025, 8:18 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Eine kurze Akkulaufzeit der nötigen Geräte nervt, auch beim Spielen. Deshalb plant Sony einen neuen PlayStation-Controller, um das Problem dauerhaft zu beseitigen.
Viele Gamer dürften es nur allzu gut kennen: Man spielt gerade die Runde seines Lebens oder duelliert sich seit Stunden mit dem hartnäckigen Endboss. Alles läuft wie am Schnürchen, es fehlt nicht mehr viel zum Sieg und dann – „Akkustand des Controllers gering“. So oder so ähnlich kann die Benachrichtigung in den ungünstigsten Momenten aufploppen und prompt hat man ein anderes Problem im Nacken. Schaffe ich es noch oder soll ich sofort aufladen? Mal abgesehen davon, dass es die Immersion zunichtemacht. Zumindest für Sony-Anhänger könnte das bald der Vergangenheit angehören. Angeblich plant das Unternehmen nämlich einen PlayStation-Controller mit Solarzellen.
Laut Patent ist ein PlayStation-Controller mit Solarzellen geplant
Das berichtet jedenfalls jetzt „Tech4Gamers“. Die Kollegen haben einen Blick auf ein neues Patent geworfen, in dem es um ein Eingabegerät geht, das man in Händen halten soll. Die mitgelieferten Zeichnungen zeigen ein Objekt, das aussieht wie ein DualSense-Controller der PS5 und beschrieben sind mehrere Photovoltaik-Elemente.
Es sieht also ganz danach aus, als würde man bei Sony an einem PlayStation-Controller mit Solarzellen tüfteln. Der Vorteil liegt auf beziehungsweise in der Hand: Indem das Gerät auch im Ruhezustand durch einfallendes Licht Energie aufnehmen und speichern kann, sollte man weitaus weniger aufladen müssen.

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Neuer Sony-Controller könnte manuelles Laden abschaffen
Sollte der PlayStation-Controller mit Solarzellen wirklich eines Tages auf den Markt kommen, wird er für deutlich weniger Ladefrust bei der Spielergemeinde sorgen. Gerade die technisch aufwendigen und energiehungrigen DualSense-Controller der PS5 leiden unter einer verhältnismäßig kurzen Akkulaufzeit, die zwischen sechs und zwölf Stunden beträgt.
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Angeblich soll der Selbstlade-Controller auch allgemein ohne eine externe Energiequelle auskommen können. Heißt also, manuelles Laden könnte gänzlich der Geschichte angehören, wenn aus dem Patent ein wirklich funktionierendes Zubehör resultiert. Allerdings bleibt noch abzuwarten, ob und wie gut die Solarzellen funktionieren werden. Gerade diffuses Licht oder bewölktes Wetter könnten zur Herausforderung werden.
Ob am Ende des Tages Sony wirklich einen PlayStation-Controller mit Solarzellen herausbringt, bleibt abzuwarten. Nur allzu oft melden große Unternehmen Patente an, nur um sich die Ideen dahinter zu sichern und sie nicht der Konkurrenz verfügbar zu machen. In vielen Fällen versanden solche Vorhaben aber wieder. Andererseits kommt diese und ähnliche Technik bei anderen Geräten wie Computermäusen oder Fernbedienungen bereits zum Einsatz, was eine Umsetzung für einen Controller vielleicht wahrscheinlicher macht.

Und was ist, wenn ich im Keller wohne?
„Keine Frage, ein selbstladender PlayStation-Controller klingt traumhaft. Denn auch ich bin genervt davon, wie oft ich zum nächsten meiner insgesamt drei Pads greifen muss, nur weil der aktive gerade seinen Geist aufgibt. Wenn Sony noch zusätzlich den immer noch auftretenden Stickdrift dauerhaft aus dem Verkehr zieht, könnte das richtig gut werden.
Allerdings wohne ich im Erdgeschoss zur Hauptstraße hin. Auch tagsüber im Hochsommer hocke ich im kühlen Schatten und komme mir wie ein Grufti vor – den Sonnenschein seh‘ ich dann nur aus der Ferne das gegenüberliegende Haus erwärmen. Ich wüsste also gar nicht, woher ich das Licht für den Controller überhaupt hernehmen sollte.
Ob das bisschen diffuses Tageslicht dafür ausreicht? Ich hoffe es, aber weiß es nicht. Und was machen erst die ganzen Zocker mit Hobbykellern und Souterrain-Wohnungen? Mein bester Kumpel hat jahrelang Parterre zum Gehweg gewohnt und hielt den ganzen Tag aus Schutz vor neugierigen Blicken die Rollos unten. Er machte den Tag direkt wieder zur Nacht.
Vielleicht lass‘ ich einen Drachen steigen und befestige mein Pad daran. Oder ich leite das Sonnenlicht mittels einer komplizierten Spiegelvorrichtung direkt in meine Wohnung. Ich befürchte aber, uns Schattenwesen bleibt vorerst nur der konventionelle Griff zum Ladekabel oder der Docking-Station.“