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Intransparentes Vorgehen

1&1 wegen „unechter“ Unlimited-Tarife abgemahnt

1&1-Logo auf einem Gebäude
Die 1&1-Unlimited-Tarife sorgen derzeit für Ärger Foto: picture alliance/dpa | Thomas Frey
Woon-Mo Sung
Redakteur

28. März 2025, 12:32 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Die Verbraucherzentrale NRW hat jetzt 1&1 wegen der Unlimited-Tarife des Unternehmens abgemahnt. Diese seien nicht transparent genug formuliert.

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In der Werbung versprechen Unternehmen viel, ganz gleich in welcher Branche. Und im Normalfall sollte das angepriesene Produkt oder die Dienstleistung dem größtenteils gerecht werden. Problematisch wird es aber, wenn Kunden einen falschen Eindruck bekommen und nicht erhalten, was sie erwarten – dann kann der Ärger groß sein. Deshalb haben Verbraucherschützer jetzt auch 1&1 wegen der Unlimited-Tarife abgemahnt, da diese nicht ganz das sind, wofür man sie hält.

1&1-Unlimited-Tarife in der Kritik

Steht auf einem Angebot „Unlimited“, also „unbegrenzt“, darf man das als Kunde auch erwarten. Auch die 1&1-Unlimited-Tarife locken mit quasi endlosem Datenvolumen. Trotzdem staunten bestimmte Kunden nicht schlecht, als der Anbieter ganz unerwartet ihnen die Verträge gekündigt hat – aufgrund „exzessiver Nutzung des Datenvolumens“, wie es im Kleingedruckten heißt.

Die Entscheidung ist nicht nur den betroffenen Verbrauchern ein Dorn im Auge, sondern jetzt auch Verbraucherschützern. Wie aus einer neuen Pressemitteilung hervorgeht, hat die Verbraucherzentrale NRW jetzt 1&1 wegen der Unlimited-Tarife abgemahnt. Diese seien schlichtweg „unecht“ und enthalten „intransparente Vertragsklauseln“.

1&1-Praxis als rechtswidrig eingestuft

Konkret bemängelt man, dass man zwar unbegrenztes Highspeed-Datenvolumen bewirbt, sich aber das Recht vorbehält, die Verträge bei „unüblicher Nutzung“ zu deckeln oder gänzlich zu kündigen. Laut Erol Burak Tergek, Jurist bei der Verbraucherzentrale NRW, sei diese Praxis „rechtswidrig“. 1&1 widerspricht damit dem zu erwartenden Leistungsumfang einer Flatrate.

Zudem sei unklar, was eine „unübliche Nutzung“ überhaupt ist. Kunden könnten nicht erkennen, wann sie gegen die Vertragsbedingungen verstoßen. „Dies widerspricht nicht nur dem Transparenzgebot, wonach Vertragsbestimmungen klar und verständlich sein müssen, sondern auch den Erwartungen an eine Datenflatrate“, ergänzt Tergek.

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Verbraucherzentrale setzt 1&1 unter Druck

Der Mitteilung zufolge habe die Verbraucherzentrale gefordert, dass 1&1 die Unlimited-Tarife und vor allem die darin enthaltenen Klauseln überarbeiten soll. Dies soll der Transparenz und Fairness der Angebote dienen.

Sollte der Anbieter dieser Aufforderung nicht innerhalb einer gesetzten Frist nachkommen, droht man mit dem juristischen Weg vor Gericht. Derweil können sich betroffene Kunden an die Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW wenden.

Themen Handytarife News

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